2 Wochen im Paradies – die Galapagosinseln

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Nach der zwei wöchigen Tour von Quito bis nach Guayaquil, hiess es 2 Wochen Schnorcheln auf Galapagos. Mit dem Flieger ging es direkt auf die Insel San Cristobal. Ich verbringe 5 Nächte auf San Cristobal und je 4 Nächte auf Santa Cruz und Isla Isabela. Der Rückflug wird ebenfalls von San Cristobal sein und mit einem kurzen Zwischenstopp in Guayaquil direkt nach Quito weiterfliegen.

In diesem Blog hab ich alle Touren und Ausflüge sowie Tipps und Tricks nach den drei Inseln unterteilt. Ganz am Ende ist noch eine kurze Auflistung von meinen Kosten.

Isla San Cristobal

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Auf San Cristobal angekommen, müssen zuerst einmal die 100$ USD Eintritt für den Nationalpark bezahlt werden (Bezahlung nur Bar). Nachdem noch das Gepäck gründlich durchsucht wurde, konnte das Abenteuer Galapagos endlich starten. Mein Gastgeber war so freundlich und holte mich persönlich vom Flughafen ab.

San Cristobal 360 Schnorchel-Tour

Kosten: 150$ USD

Für den ersten Tag entschied ich mich gleich für die San Cristobal 360 Schnorchel-Tour. Bei diesem Tagesausflug bringt dich ein Boot um die ganze Insel und macht Halt an den wichtigsten Stellen. Für 150$ sicherlich nicht ganz günstig, für mich hat sich die Tour jedoch definitiv gelohnt. Man hat einen guten Mix zwischen Schnorcheln, einer kurzen Wanderung an Land, Fischen und Vögel beobachten. Grosses Highlight war das Schnorcheln beim Kicker-Rock, leider hatte ich kein Glück wenns ums Thema Hammerhaie geht.

La Loberia Beach

La Loberia ist ein Surf-Strand und ca. in 30 Minuten vom Zentrum erreichbar (zu Fuss). Wer nicht Surfen will, kann diesen Strand definitiv auslassen. Es gibt schönere und nähere Strände gleich bei Puerto Baquerizo Moreno.

Las Tijeretas

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Sehr lohnenswert ist der Weg zum Cerro de las Tijeretas. Von hier gibt es einen super Ausblick auf die umliegenden Strände und Buchten.

Hinweis: Vom View-Point gibt es einen Trail, der weiter Richtung Norden führt (Playa Baquerizo). Hier gelangt man zu einem einsamen weissen Sandstrand. Ich hatte beim Schnorcheln eine Menge an Schildkröten, Seelöwen und Mantas gesehen. Empfehlenswert sind gute Schuhe, es gibt eine Menge an Dornen und Stacheln. Meine Flip-Flops waren nicht dick genug 😉

Essen und Trinken

Empfehlenswert ist der Besuch im Sushi Restaurant «Midori», es befindet sich direkt gegenüber dem Hafen. Die Sushi Kombinationen sind die beste Wahl wenn der grosse Hunger kommt.

Ein zweites empfehlenswertes Restaurant ist das «La Playa». Es ist nicht direkt im Zentrum, jedoch in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar und das Essen war hervorragend. Es gibt sehr grosse Portionen für einen fairen Preis. Gleich nebenan befindet sich noch der Nachtclub Neptunus 😉

Wer noch einen guten Burger essen möchte muss unbedingt zu«Cri’s Burgers». Sind auch nicht ganz günstig aber verdammt gut.

Ein guter Platz für die Happy Hour findet ihr in der Bar Muyu. Die Cocktails sind der Hammer, Spicy Sunset und Green Rock sind mein Geheimtipp. Das Ambiente und der Service sind Top, die Preise jedoch auch wieder etwas höher als bei den anderen Bars.

Unterkunft

Als Unterkunft auf San Cristobal kann ich das Dolphin House weiterempfehlen. Der Gastgeber war sensationell. Gleich zu Beginn wird eine Karte der Insel überreicht und alle Tipps und Tricks erklärt. Ebenfalls werden hier die Wassertaxis zwischen den Inseln für 25$ organisiert und für die Schnorchel-Touren gibt es auch einen Rabatt.

Isla Santa Cruz

Nach San Cristobal ging es mit dem Wassertaxi auf die Insel Santa Cruz. Der Hafen liegt direkt im Zentrum, so können die meisten Unterkünfte bequem zu Fuss erreicht werden.

Pinzon Schnorchel-Tour

Kosten: 117$ USD (inkl. 10% Rabatt von meinem Hostel)

Wer auf der Suche nach grossen Haien ist, sollte sich für die Pinzon Schnorchel-Tour entscheiden. Inklusive ist ebenfalls noch eine kleine Wanderung an Land zur Besichtigung der Marina Iguanas. Die Qualität des Wasser rund um Pinzon war hervorragend und die Menge an unterschiedlichen Fischen war immens. Neben Rochen, Schwarz- und Weissspitzhaien konnten wir ebenfalls mehrere Galapagos Haie beobachten. Wasserschildkröten und Seelöwen waren natürlich auch anwesend und posierten für Fotos.

Tortuga Bay Beach

Wer kurz ein paar Stunden an einem weissen Sandstrand verbringen möchte, ist hier genau richtig. Vom Zentrum von Puerto Ayora hat man etwa 10 Minuten bis zum Eingang des Nationalparks. Dort muss man sich kurz in eine Liste eintragen und anschliessend nochmals 20 bis 30 Minuten bis zum Strand laufen.

Am Strand angekommen, kann man sich gleich beim ersten Strandabschnitt ins Wasser wagen. Die Strömung ist hier enorm stark und es war während meines ganzen Aufenthalts immer die rote Flagge gehisst. Wenn man jedoch nicht zu weit rausgeht, sollte dies kein Problem darstellen. Ansonsten gibt es noch einen zweiten Strandabschnitt am anderen Ende des Sandstrands.

Hinweis: Wer zum Tortuga Bay Beach geht, muss alles selber mitnehmen. Es gibt hier kein Restaurant oder Supermarkt. Zudem noch genügen Sonnencrème oder einen Sonnenschirm mitnehmen, es gibt sehr wenig Schattenplätze. Wer sich wundert bezüglich dem Namen… Schildkröten habe ich hier keine gesehen, dafür gibt’s jede Menge Iguanas und Hai im Wasser.

Las Grietas & Playa de los Alemanes

Für alle Frühaufsteher lohnt sich noch ein Abstecher bei Las Grietas, hier handelt es sich um einen Schnorchel Bereich mit sehr klarem Wasser. Mit dem Wassertaxi gelangt man vom Hafen für knapp 1$ auf die andere Seite, von dort sind es dann noch 25 Minuten zu Fuss.

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Hinweis: Wer jedoch erst gegen 09:00 Uhr aufsteht, kann sich diesen Ausflug ersparen. Dann kann man den kleinen «Pool» mit 50 anderen Touristen teilen und das Wasser ist auch nicht mehr so klar wie am Morgen.

Charles Darwin Research Center

Wer sich ein bisschen mehr mit der Geschichte von Galapagos und dem Tierschutz befassen möchte, sollte noch ein paar Stunden im Charles Darwin Research Center verbringen. Hier sieht man wie die Landschildkröten kontrolliert vermehrt und auf den einzelnen Inseln verteilt werden. Es muss kein Eintritt bezahlt werden und das Research Center kann bequem zu Fuss erreicht werden.

El Chato, Lava Tunnels und Los Gemelos

Wer die riesigen Schildkröten von nahem und im freien Gelände betrachten möchte, muss unbedingt nach El Chato. Gegen eine Gebühr von 5$ kann man sich frei auf dem Gelände bewegen und ebenfalls noch 3 kleinere Lava Tunnel durchlaufen. Wer bis nach El Chato fährt, sollte sich ebenfalls noch einen Stopp bei Los Gemelos einlegen. Hier können zwei grössere Krater bewundert werden. Es gibt ein kleinerer Trail mit mehreren View-Points zum Fotos machen.

Wer ein bisschen aufs Budget schauen muss, kann die meisten Attraktionen mit dem Fahrrad besuchen. Ein Fahrrad für einen Tag kosten zwischen 15$ und 20$. Die Hinfahrt bis nach Los Gemelos ist eine kleinere Bergetappe und man benötigt bei guter Kondition mindestens 1.5 Stunden. Der Rückweg ist dann ein Kinderspiel und dauert Bergab rund 30 Minuten. Wer möchte, kann sich natürlich auch mit dem Fahrrad hochfahren lassen.

El Garrapatero Beach

Neben der Tortuga Bay ist El Garrapatero auch ein wunderschöner Strand, hier kann ebenfalls ein Zelt aufgestellt und übernachtet werden. Die Anreise ist etwas länger und die Taxi Preise nicht ganz günstig. Wer sich mit dem Taxi hinfahren lässt, sollte einen Pick-up Zeitpunkt festlegen. Kein Taxi fährt zu diesem Strand, um nach Kunden Ausschau zu halten. Die Hin- und Rückfahrt kostete am Ende 40$. Wer alleine ist und die Strecke nicht mit dem Fahrrad absolvieren möchte, empfehle ich einen weiteren Tag am Tortuga Bay Beach zu verbringen.

Essen und Trinken

In Santa Cruz befindet sich eine super Strasse zum günstig und gut Essen. Die Locals nennen sie Los Kioskos, hier reiht sich ein Restaurant am nächsten. Es gibt frischen Tuna, Lobster, Shrimps, Tintenfisch und die üblichen Gerichte. Für rund 10$ bis 15$ erhält man einen grossen Teller mit Beilagen.

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Unterkunft

Grosses Lob an das Hostal La Mirada del Solitario George. Hier versteht man noch wie man sich um seine Gäste kümmern sollte. Das Hostal ist extrem sauber, die Zimmer werden jeden Tag gemacht und die Küche ist auf dem neusten Stand und kann von jedem benutzt werden. Zudem hat jedes Zimmer sein eigenes Fach im Kühlschrank. Es gibt ebenfalls ein Schwimmbad, dieses war jedoch während meines Aufenthalts nicht benutzbar (Rennovationsarbeiten).

Besonderes Lob an die beiden Gastgeber, nach der Ankunft wird jedem Gast eine Karte mit Tipps und Tricks zum Thema Essen, Touren und Transfer übergeben. Sie organisiertem mir ebenfalls Tickets für das Wassertaxi zu den nächsten Inseln zum Vorzugspreis von 25$ pro Fahrt. Gringo-Preis ist immer 30$ pro Person/Fahrt.

Isla Isabela

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Nach 4 grossartigen Tagen auf Santa Cruz ging es weiter auf die letzte Insel. Auf Isabela werden für jeden Gast, der auf die Insel möchte, nochmals 10$ USD pro Person fällig. Zudem noch ein weiterer Hinweis, es gibt zwar einen Bankomaten auf der Insel, dieser funktioniert aber NICHT. Unbedingt genügend Bargeld mitnehmen, für Kreditkarten wird eine Gebühr von 12% erhoben!

Fahrrad-Tour zur «Wall of Tears»

Kosten Fahrrad: 15$-20$ pro Tag

Sechs Kilometer vom Zentrum entfernt befindet sich die «Wall of Tears», es bietet sich an, ein Fahrrad zu mieten und den kurzen Trail abzufahren. Auf dem Weg gibt es mehrere Möglichkeiten einen kleinen Halt einzulegen. Wenn man die ganze Tour gemütlich absolvieren möchte, dauert es ca. 3 Stunden.

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Tipp: Ich würde das Fahrrad für 3 Stunden mieten und anschliessen den Rest des Tages am Strand verbringen.

Vulkan Sierra Negra Tour

Kosten: 40$

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Ich habe mich noch für eine Tour zum Sierra Negra Vulkan entschieden. Die Tour beinhaltete den Sierra Negra Vulkan, ein Lavatunnel «Cueva de Sucre», ein Guide, die Transfers sowie ein kleinerer Lunch. Die Wanderung bis zum Krater ist sehr gemütlich und kann auch mit Flip-Flops absolviert werden. Die knapp 4 stündige Tour war meiner Meinung nach nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Zudem war noch ein grosser Teil der Strecke gesperrt und die Informationen von unserem Guide hätte ich auch selber in wenigen Minuten nachschlagen können.

Mein Tipp: Nehmt euch ein Taxi oder Fahrrad und absolviert die Tour zum Vulkan auf eigenen Faust

Centro de Crianza und Posada de Falmingos

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Knappe 30 Minuten zu Fuss bis zur Schildkröten Pflegestelle. Hier können ebenfalls erneut Landschildkröten begutachtet werden. Es gibt noch ein kleines Informationsmuseum und einen Shop. Auf dem Weg bis zum Zentrum gibt es zudem die Möglichkeit, Flamingos zu beobachten. In knapp 2 Stunden ist man bereits wieder zurück. Gute Alternative bevor man den restlichen Tag am Strand verbringen möchte.

Kosten Galapagos

  • Gebühr vor Abflug nach Galapagos: 20$
  • Gebühr Nationalpark Eintritt Galapagos: 100$
  • Gebühr Insel Isabela Eintritt: 10$
  • Wassertaxi zwischen den einzelnen Inseln: zwischen 25$ und 40$. Tipp: Bucht eure Tickets mit der Agentur Gaviota. Hier hat jeder Gast seinen eigenen Sitz, bei den anderen Anbietern sitzt man seitlich wie auf einer Festbankgarnitur.
  • Preis für Transfer vom Wassertaxi zum Hafen: zwischen 0.80$ und 1.00$
  • Miete von Schnorchel und Maske: zwischen 2.50$ und 4.00$
  • Miete von Fahrrad: zwischen 15$ und 20$ pro Tag

 

Fazit

Nach gut zwei Wochen Galapagos haben mir die Inseln Santa Cruz und San Cristobal am besten gefallen. Hier ist definitiv am meisten los und die Infrastruktur hat am meisten zu bieten. Wer jedoch für ein paar Tage seine Ruhe haben möchte, ist am besten auf Isla Isabela aufgehoben. Schlussendlich bietet jede Insel etwas anderes und einzigartiges an, unter zwei Wochen würde ich nicht auf Galapagos verbringen. Der Flug, der Nationalparkeintritt sowie die Kosten für das Wassertaxi sind bereits so hoch, dass sich meiner Meinung nach 7 Tage auf Galapagos nicht lohnen.

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