Am Ende der Welt – Ushuaia

am

Nach einem erlebnisreichen Ausflug zu den Pinguinen ging es weiter zur südlichsten Stadt der Welt – Ushuaia. Die Stadt ist bekannt für die Ausflüge zur Antarktis und bietet nebenbei noch viel Geschichte und eine wunderschöne Landschaft. Da es für mich langsam Zeit wurde Argentinien zu verlassen, buchte ich „leider“ nur 4 Nächte in Ushuaia. Meine Wanderungen, Aktivitäten und Erfahrungen wie immer unterhalb.

Wanderung zur Laguna Esmeralda

Ein Highlight ist die Wanderung zur Laguna Esmeralda. Obwohl ich bereits diverse Berglandschaften und Seen besichtigt habe, kann ich diese Wanderung wärmstens empfehlen. Einziger Hinweis, unbedingt gute Schuhe mitnehmen. Der Wanderweg wird kaum bis gar nicht gepflegt und erinnert manchmal eher an ein Openair mit 4 Tage Regen.

Die Wanderung an sich ist nicht so hart und kann gut ohne grosse Fitness bewältigt werden. Die Locals gehen ebenfalls nach der Arbeit hierhin und geniessen den Feierabend mit einem Mate-Tee. Wer sportlich etwas weiter gehen möchte und keine Angst auf losem Untergrund hat, muss um die Lagune wandern und kommt anschliessend auf den Ojo del Albino Gletscher.

Gletscher Ojo del Albino

20180124_185359286_iOS.jpg

Die Wanderung ist nicht ganz einfach und verlangt neben ein bisschen Erfahrung mit Wandern auf losem Untergrund auch einige Kletterfähigkeiten. Ich rate diese Route nur etwas erfahrenen Wandern. Zwei von unserer Gruppe hatten grössere Probleme und konnten die Route nicht fortsetzen. Hinweis: Wer die Tour bis zum Gletscher unternehmen möchte, sollte nach der Lagune unbedingt auf der linken Seite des Tals bleiben!

 

Segel mit Tres Marias

Neben den Wanderungen bietet Ushuaia noch diverse Bootsausflüge. Wer nach etwas besonderem Sucht wird bei Tres Marias fündig. Die Agentur bietet einen Segelturn rund um die kleinen Inseln an und es können maximal 10 Personen teilnehmen.

Neben Pinguinen, Seelöwen und vielen verschiedenen Vögel macht man noch einen Halt auf der Isla H. Der Ausflug kostet pro Person ARG 1’400.-, zusätzlich kommen noch ARG 20.- für die Hafengebühr dazu.

Der Ausflug war für mich ebenfalls ein Highlight und die Preis-/ Leistung war völlig in Ordnung. Leider hatten wir zu wenig Wind zum das Segel hochziehen aber das ist der Wille von Mutter Natur.

Nationalpark Tierra del Fuego (Wanderung Cerro Guananco)

20180126_150910894_iOS

Eine weitere Empfehlung ist der Tierra del Fuego Nationalpark. Es gibt hier ebenfalls diverse Wanderungen in allen Schwierigkeitsstufen. Ich entschied mich für die Wanderung auf den Cerro Guanaco.

Zum Park gelangt man ganz einfach mit dem lokalen Bus. Das Ticket kostet pro Person ARG 500.- und beinhaltet die Hin- und Rückfahrt. Dazu kommt noch der Eintritt in den Nationalpark (ARG 350.-). Ich nahm den ersten Bus um 09:00 Uhr, der Bus war gegen 10:00 Uhr im Nationalpark. Bevor man die Wanderung in Angriff nehmen kann,  muss man sich noch vor Ort eintragen.

Die Wanderung verdient wirklich den Schwierigkeitsgrad „Alta“. Wie bereits bei der Laguna Esmeralda sind mehrere Teile durch Sumpfgebiet und Bäche. Wer es sportlich durchziehen möchte, schafft das ganze in 2 Stunden. Das heisst aber ein paar kurze Pausen und ziemlich hohes Wandertempo. Hinweis: Es empfiehlt sich den ersten Bus zu nehmen, dann hat es weniger Leute und die Chancen sind grösser einen blauen Himmel zu haben.

Galeria Tematica

Ein Museumsbesuch ist ebenfalls keine schlechte Idee. Ich habe mich für die Galeria Tematica entschieden und war positiv überrascht. Das Muesum erinnert etwas ans  Madame Tussauds. Man erhält einen Audio Guide und es hat im Museum noch weitere Informationstafeln rund um die Geschichte von Ushuaia.

Ushuaia City Life

Wer einfach mal einen Tag entspannen will, findet ebenfalls diverse Ablenkungsmöglichkeiten. Neben diversen Bars, Restaurants und Coffee-Shops findet man in Ushuaia noch ein schönes Casino und unzählige Einkaufsläden.

Wer noch nach einen guten Restaurant sucht, soll unbedingt ins Restaurant Christopher Grill & Beer. Im Hard Rock Cafe findet man noch ein paar schöne Souvenirs 😉

Fazit

Dieser Ort bietet wirklich mehr als ich angenommen habe. Leider habe ich bereits den Rückflug nach Buenos Aires gebucht und konnte mein Aufenthalt nicht verlängern. Wer kann, soll hier mindestens 10 Tage einplanen.

Kommentar verfassen